Freitag, 20. Juni 2014

Festivallaune vs. Überlebensbericht

Liebe Rock-im-Park-Freunde unter euch und solche, die es werden wollen,

als besonderes Schmankerl gönnten Vroni und ich uns einen sechstägigen Camping-Urlaub inklusive rockiger Beschallung im Nürnberger Stadtpark. Wir reisten bereits am Donnerstag mit 51367 Kilo Gepäck an und in der Bahn trafen wir bereits auf erste "Festivalvernarrte". Nach dem Festivalbändchen-Abhol- und Campingplatz-Such-Marathon (der übrigens auf der Green-Camping-Area war, weil es dort - wie wir später erkannten - tausend mal besser, sauberer, schöner, ruhiger und angenehmer war. Außerdem war er direkt am See, ha!) starteten wir einen ersten Erkundungs-Rundgang. 

Freitag: In Extremo, Alter Bridge, Avenged Sevenfold

Das riesige Gelände verlangte in den Tagen ganz schön viel von unseren Füßen, was zur Folge hatte, dass wir gleich am nächsten Tag ins Zentrum fuhren und mir neue Sohlen für meine durchgelatschen Schuhe zu kaufen (eigentlich waren sie schon vorher durchgelatscht, nur war ich zu faul, mir darum Gedanken zu machen ... ganz nach dem Motto "werd scho geh!"). Den Rest des Tages verbrachten wir in Nürnberg und ab vier bei den ersten Bands. Auf Metallica bestanden wir beide nicht, deshalb nutzten wir die Ruhe und Leere des Campingplatzes, um ausgiebig zu duschen. Eigentlich wollten wir auch noch zu Klangkarussell, aber das war dann doch zu spät und wir hatten nicht mehr so viel Lust.

Samstag: John Newman, Portugal. The Man, Awolnation, Rea Garvey, Kasabian, Gogol Bordello

Die Musik von den Bands hat mir im Großen und Ganzen richtig gut gefallen. Ich kannte nur ein paar vom Namen und einige Lieder aus dem Radio, sonst waren viele Unbekannte dabei. Wir sind nämlich nicht wegen einer oder mehrerer Bands hingefahren (schließlich hatten wir unsere Karten seit Dezember und da war das Line-Up noch nicht vollständig), sondern eher wegen "einmal muss man ja auf 'nem Festival gewesen sein" und einfach purer Neugier. An Kasabian kann ich mich gut erinnern, weil mich gegen Ende hinterhältigst eine Biene gestochen hat und wir zur nächstgelegenen Wasserstelle geflüchtet sind ...

Sonntag: The Pretty Reckless, Kaiser Chiefs, Kvelertak, Linkin Park

Eigentlich wollte ich nur Taylor Momsen sehen, haha. Ich Gossip Girl-Fan. Trotzdem fand ich die Musik gut, so ist es ja nicht. Kvelertak wurde mir von meinem Freund empfohlen, die waren aber wirklich furchtbar. Wahrscheinlich, weil ich einfach nur im Schatten des Brezn-Stands lag und gedöst habe und die Musik als meditativen Einheitsbrei wahrgenommen habe ... Linkin Park abends war dafür wirklich hammermäßig!

Montag: Maximo Park, Haim, Milky Chance, Left Boy, The Offspring, Marteria, Woodkid, Boy Sets Fire, Gesaffelstein

Marteria war eindeutig das, was ich als beste Show bezeichnen kann. Left Boy und Haim war ebenfalls nennenswert super und Woodkid war so wunderschön! Der Tag endete um zwei nach Gesaffelstein - der ebenfalls eine Empfehlung war und die Arena richtig zum Beben brachte.

Ich hab ja noch gar nicht erwähnt, dass es ultraheiß war! Deshalb war es teilweise auch richtig anstrengend und wir sind meistens nur rumgelegen und dahinvegetiert. Daneben sah das (mein) Tanzen aus, wie müdes Herumgestolpere mit einem panzerbandverklebten Tetrapak in der Hand. Am meisten aufgefallen sind mir auf jeden Fall die vielen verschiedenen T-Shirts, die dort so getragen werden. Und man trifft ja sooo viele verrückte Menschen da! Ich liebe dieses "es-ist-egal-weil-das-ist-ein-Festival-Gefühl".
Ich weiß nicht, ob ich so ein Abenteuer nochmal wagen würde, denn im Endeffekt war es wirklich geil, aber anstrengend war es auch ... aber das ist es wahrscheinlich immer und für jeden.

Jetzt könnt ihr noch ein paar exklusive Überraschungsfotos* betrachten, denn wir hatten saucoole Einwegkameras dabei.






















*Ihr dürft selber raten, welche Band da grade spielt, hähä.

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