Donnerstag, 29. November 2012

Sprung über die Mauer

Im Leben eines jeden Menschen
gibt es immer wieder Mauern,
die unüberwindbar erscheinen:
ein schwerer Schicksalsschlag,
eine unzumutbare Entscheidung,
Ängste, Feindschaften,
unausrottbare Vorurteile,
eine böse Erkrankung,
das Sterben, der Tod.
Als Beter des Psalm 18 weiß ich:
Ich muss über meine Mauern 
hinweg. Aber wie?
In meiner Not denke ich an Gott.
Und der Glaube an Gott
ist für mich wie ein Geschenk,
wie eine Leuchte, ein Leuchter.
Darum rufe ich voll Zuversicht:
"Du Herr,
lässt meine Leuchte erstrahlen.
Mein Gott
macht meine Finsternis hell."
Der Leuchter und das Licht
sind Symbole für den Glauben
und auch ein Zeichen für Gott.
Ja, mit Gott zusammen 
gelingt mir der Sprung
gleich über drei Mauern hinweg.
Und in dankbarer Freude
sage ich es aller Welt:
"Mit meinem Gott 
überspringe ich Mauern."
Gott gibt mir den Mut,
die Kraft, die Sicherheit,
Unmögliches zu wagen,
Unüberwindbares zu überwinden.
Du, Gott des Lichtes,
Dein Sohn Jesus hat gesagt:
"Alles kann, wer glaubt.",
wer sich an Gott festhält.
Ich glaube Dir, Gott,
Du machst all
meine Finsternis hell.
Mit Dir, meinem Gott,
überspringe ich sogar Mauern.
Mit beiden Händen
und mit ganzem Herzen
halte ich mich fest
an Dir, guter Gott.
Im Vertrauen auf Dich
will ich den Sprung wagen.

nach Theo Schmidkonz SJ

Kommentare :