Samstag, 19. November 2016

„Kirche ist bunt wie Gottes Schöpfung, denn Liebe hat viele Farben“

Anfang Oktober bin ich zusammen mit einem Kommilitonen und 1000 anderen, die vorwiegend aus Norddeutschland anreisten und evangelisch waren, nach Rom gefahren. Dort fand ein großes, ökumenisches Projekt statt, das sich Mit Luther zum Papst nannte. In dieser Woche ging nämlich genau darum: Mit den anderen ins Gespräch kommen, zusammen singen und beten, sich Gedanken zur Einheit machen. Dazu fanden Vorträge in Rom statt, z. B. besuchten wir eine Diskussion zum Thema Dialog der röm.-kath. Kirche mit anderen Religionen. Es gab spezielle Themenführungen, bei denen wir auf den Spuren von Luther oder von Häretikern und Antiklerikalen einen neuen Blick auf die Stadt gewinnen konnten. Nicht selten jedoch folgte ich eher den Spuren von Robert Langdon aus Illuminati. Als absolutes Highlight stand eine Begegnung mit Papst Franziskus auf dem Programm. Er hat sich eine Stunde für uns Zeit genommen und sogar ein paar Fragen spontan beantwortet. Davon waren wir alle beeindruckt. 
Die „gelebte Ökumene“ kam natürlich nicht zu kurz. Neben den vielen Senioren und Kindern fanden wir es Gott sei Dank auch noch Leute in unserem Alter, mit denen wir dann die meiste Zeit verbrachten. Nicht zu vergessen die ewigen Ohrwürmer der Pilger-Gesänge ... 
Für mich war diese Woche in jeder Hinsicht ökumenisch äußerst bereichernd und ich hatte mit den Menschen um mich herum viel Spaß!
Die meisten Bilder hier hat Christoph gemacht - ganz lieben Dank dafür!


„Du bist so anders, aber gerade deswegen möchte ich dich kennenlernen, von dir erfahren, wie du lebst und glaubst, daraus lernen und neue Impulse für meinen Glauben und mein Leben finden.“

Ökumenische Thesen – 5. Welt gestalten & versöhnen

Viele, viele Pilger auf der Piazza del Popolo
Eröffnungsgottesdienst in Sankt Paul vor den Mauern - meine "Lieblingskirche" in Rom
Vortrag und Diskussion zum Thema Dialog der röm.-kath. Kirche mit anderen Religionen beim Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen.
"Gelebte Ökumene": Mit Joachim und Fabian in der Bar des Campingplatzes
Das Pantheon, eine Kirche, die ich unglaublich faszinierend finde
Die Eisdiele mit den 100 Sorten, bei der wir täglich vorbeischauten. Mein Favorit: Super Black - dunkle Schokolade
Blue Women Group auf dem Weg zur Spanischen Treppe 
Trotz Regen gut gelaunt :-)
 Schicke Schreibmaschine

Im schönen Trastevere

Der gewaltige Eingang zum Petersdom
Der gewaltige Saal, in dem wir Papst Franziskus treffen durften

Unsere Vertreter, die unser Anliegen beim Papst vorgetragen haben: Christoph Tekaath (Gesamtleitung; Diözesanjugendseelsorger Bistum Magdeburg), Annette Schawan (Botschafterin Deutschlands beim Heiligen Stuhl), Bischof Dr. Gerhard Feige (Bistum Magdeburg), Landesbischöfin Ilse Junkermann (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland)Kirchenpräsident Joachim Liebig (Evangelische Landeskirche Anhalts)
„Und dann hat der Papst eine Frage: ‚Wer ist besser: Katholiken oder Protestanten?’ Lachen. Die Antwort gibt er auf Deutsch: ‚Besser sind alle zusammen.’“*     
Abends am Tiber 
„Ich wünsche mir eine Kirche des Friedens, der Liebe und der Eintracht, nicht des Zwiespalts. Die katholische Kirche soll sich verpflichten, den Weg der Ökumene weiter fortzusetzen. Die wirkliche Kirche soll eine Kirche Gottes für alle sein.
Ökumenische Thesen – 1. Einheit im Glauben leben



*Drobinski, Matthias: Wieder vereinigt. In: Süddeutsche Zeitung, 15.10.2016 [https://www.mit-luther-zum-papst.de/media/modelfield_files/dokumente/dokument/datei/2016-10-15_sueddeutsche.jpg]